Die Substitutionsanalyse untersucht die von Konkurrenzprodukten ausgehende Gefahr
Die Substitutionsanalyse prüft die Substitutionsgefahr durch Konkurrenz
Die Substitutionsanalyse untersucht die Gefahr der Verdrängung des eigenen Produktes vom Markt durch konkurrierende Substitute (beispielsweise Plagiate) und andere Produkte. Die Dynamik des Produkt- und Marktsegments müssen bei der Substitutionsanalyse genau so überprüft werden, wie auch die Entwicklungen konkurrierender Unternehmen, bishin zum Entwicklungsstand der gesamten Branche. Die Substitutionsanalyse ermittelt zu diesem Zweck
den Grad der Nachfrageerosion, die Sensibilität des Marktes gegenüber Preisveränderungen sowie Daten über die tatsächlichen/effektiven Kundenbedürfnisse und Konsumziele. Strategien der Produktentwicklung können so kundenbezogener und damit marktorientierter ausgerichtet werden. Zusätzlich erzeugt die Substitutionsanalyse eine relative Übersicht über neue Wettbewerber, was die Planung frühzeitiger Gegenmaßnahmen ermöglicht.
Substitute sind Produkte, welche im gleichen Marktsegement die selben Kundenbedürfnisse und Konsumziele bedient, wie das eigene Produkt. Typische Beispiele sind Briefpost/Email, tragbarer CD-Spieler/Mp3-Player und Alcopops/Bier.
Die Substitutionsanalyse gliedert den Prozess der Substitution in vier Schritte. In der informationsphase liegt das neue Produkt bei hohem Preisniveau und niedrigem Absatz auf dem Markt. In der Testphase erlangen die ersten Konkurrenzprodukte Akzeptanz auf dem Markt und die Produkte werden ausgereifter. in der anschließenden Startphase
entsteht erster Wettbewerb, da die Kosten des Konkurrenzproduktes sinken und gleichzeitig das Qualitätsniveau steigt. Die letzte Phase wird als Obergrenze bezeichnet, da das neue Produkt den Markt zunehmend dominiert. Diese Obergrenze des Absatzmarktes kann durchaus höher sein, als die des Ursprungsproduktes.
Die Substitutionsanalyse bedient sich einiger Indikatoren, um diese Gefahr zu bewerten. Typische Indikatoren sind hier die Wechselkosten des Konsumenten, das Preisniveau, die Qualität und der Kundennutzen. Die ursprünglichen Bedürfnisse der Kunden sind durch eine gewisse Stetigkeit gekennzeichnet. Werden diese Bedürfnisse in den Mittelpunkt der
Produkt- und Marketingstrategie gestellt, wird im Vergleich zur Konkurrenz meist ein stärker erfolgförderndes Niveau an Qualität und Service erzielt. Bei einer Substitutionsanalyse sind also die gegenwärtigen und zukünftigen Bedürfnisse der Kunden zu ermitteln um diese in den Mittelpunkt der eigenen Strategien zu stellen.
Um Produkte auzuspüren, von denen eine Substitutionsgefahr ausgeht, werden verschiedene Methoden zur Datengewinnung genutzt. Die Substitutionsanalyse bedient sich beispielsweise der Ergebnisse von Marktanalysen, Branchenberichten, Fachliteratur wie Zeitschriften und Blogs sowie Experteninterviews. Diese Daten werden dann mit internen Informartionen aus dem Vetrieb, aus Interviews mit Kunden, Verkäufern und Lieferanten, als auch aus Kundenzufriedenheitsanalysen verglichen und ausgewertet.